Täuschungsmanöver der Jäger

Eine klaffende Wunde des Tier- und Naturschutzes ist die heutige Jagd. Die Grausam,- und Sinnlosigkeit der Jagd wird immer mehr Menschen bewusst. Die Mehrheit der Bevölkerung steht nicht mehr vorbehaltlos hinter der heutigen Jagd z. B. der Bau,- Trophäen,- oder Treibjagd usw. Doch die Jäger wollen ihr Hobby beibehalten und tun alles dafür, dass dies so bleibt. Bis anhin ist ihnen dieses Vorhaben dank der grossen Unterstützung aus der Politik mehr oder weniger auch gelungen. Dies ist aber nur möglich, weil den meisten Menschen nicht bekannt ist, wie der Sachverhalt wirklich ist. Das ganze Jagdwesen ist seit Jahrzehnten eine leidige Baustelle und vieles gehört auf ein zeitgemässes Tier,- und Naturschutzniveau befördert.

Jagd ist nachhaltiger Tierschutz –  FALSCH !

Durch das sorglose zerschiessen der wild biologisch wichtigen Sozialstrukturen  von jagdbaren Arten wird auch die Genetik der Tierpopulationen nachhaltig geschädigt. Das Wort „Nachhaltigkeit“ wird von Jägern missbraucht, um Unrecht zu legitimieren. Wenn es eine sinnvolle Wildtierregulierung durch die Jagd gäbe, müsste man den Wildbestand nicht jedes Jahr wieder von vorne dezimieren. Die gängigen Jagd-Gesetze widersprechen sogar diametral dem schweizerischen Tierschutzgesetz z. B. Kapitel 1, Art 4 Abs. 1: Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten. Das betrifft nicht nur die Wildtiere, welche die Jäger jagen, das betrifft z. B. auch die Jagdhunde, welche die Jäger für die Baujagd auf Fuchs und Dachs einsetzen.

Jagd ist zur Regulation der Wildtiere notwendig –  FALSCH !

Heute erklärt die moderne Wildtierbiologie und Wissenschaft, dass der Jagddruck Wildtierpopulationen erhöht, weil die verbleibenden Wildtiere einfach die Geburtenrate erhöhen. Jagd bedeutet nicht weniger Wildtiere, sondern mehr Geburten. Die Regulation der Wildtierbestände erfolgt nicht durch die Jagd. Die Jagd ist meistens die Ursache angeblicher Probleme. Droht Überpopulation in einem Biotop, wird die Geburtenrate gesenkt. Zusätzlich werden die Wildtierbestände auch durch Nahrungsangebot, Krankheit, Alter und Habitat reguliert. Auch Beutegreifer tragen zu einem gesunden Wildtierbestand bei, indem sie bevorzugt alte, kranke und schwache Tiere erbeuten. Ein Jäger, der auf grosser Distanz schiesst, kann dagegen nur in den seltensten Fällen beurteilen, ob ein Tier krank oder alt ist. Jäger töten meist anhand völlig anderen Kriterien, wie Hirsche mit besonders kräftigen Geweihen. Die wildbiologische Notwendigkeit der Jagd ist nicht nur nicht bewiesen, sondern an vielen Orten widerlegt.

Zitat: ​ „… Auch JagdSchweiz weiss, dass sich Wildtierbestände grundsätzlich – auch in unserer Kulturlandschaft – von selber regulieren würde.“ –  JagdSchweiz 29.08.2011 (Quelle WildbeimWild)

Jagd verhindert Schäden in der Natur –  FALSCH !

Jagd provoziert vielfach Wildschäden. Durch die Jagd werden die Tiere unnötig aufgescheucht und in den Wald zurückgedrängt, was ihren Nahrungsbedarf und damit die Schäden an Trieben und Knospen oft erhöht. Mitverursacher dieser Schäden sind auch andere Waldbewohner wie Mäuse, Eichhörnchen und andere Nagetiere. Das Schälen und Fegen durch das Wild ist gesamt schweizerisch kein Problem, sondern regional. Wo Luchs, Fuchs, Wolf und andere Beutegreifer regelmässig vorkommen, werden weniger Schäden an der Waldverjüngung festgestellt, was Millionen von Franken an Steuergeldern spart und für die sinnvolle Arbeit der Wildhüter freigemacht werden kann.  Aktuellen Erkenntnissen zufolge vom Bundesamt für Umwelt ist nicht der Wildverbiss für den Wald das Hauptproblem, sondern der asiatische Laubholzbockkäfer und die Kastaniengallwespe sowie der Klimawandel. Die Holzvorräte der Schweiz gehören zu den höchsten in Europa.

Jäger schützen die Bevölkerung vor Tollwut und anderen Wildtierkrankheiten – FALSCH !

Jagddruck und Stress fördert Krankheiten bei Wildtieren. Die Schweiz ist seit den neunziger Jahren Tollwut frei. Dieser Erfolg gelang aber nicht durch die Bejagung der Wildtiere (insbesondere der Füchse), sondern nur durch den alleinigen    Einsatz von Impfködern. Schweizweit stecken sich jährlich nur rund 20 Menschen am Fuchsbandwurm an, unabhängig von der Grösse der Fuchspopulation. Das Risiko einer Infektion ist vergleichbar mit der Gefahr, auf einem Fussgängerstreifen zu sterben.

Die Lüge vom hegen und pflegen!

Den Jägern geht es nicht um hegen und pflegen, dies ist ein Märchen, dass man uns noch immer erzählt. Doch die Jäger entlarven sich zusehens selber.

Es fahren jedes Jahr tausende von Schweizer-Jäger in die Ferne, um Wildtiere zu töten. Die auf Jagdreisen spezialisierten Reiseveranstalter, bieten Reisen nach Tunesien, Afrika, Rumänien, Polen, Ungarn usw. an. Es gibt fast kein Land in denen die Jäger keine Tiere erlegen dürfen. Sie schiessen auch Tiere, die in der Schweiz geschützt sind. Da bekommt das Zitat vom Jagdaufseher Stefan Schleich, Mitglied der Jagdgesellschaft Stäfa, „Wir töten nicht gern – das ist eine falsche Vorstellung“ (Bericht aus der Limmattaler Zeitung vom 18.7.2017) einen ganz anderen Stellenwert.

Das die Schweiz ein Reiseziel für Jagdreisen ist, kann nur Kopf schütteln auslösen.  Unsere Wildtiere werden zu lebenden Zielscheiben für ausländische Jäger.

Die dreisten Täuschungsmanöver der Jäger müssen Konsequenzen haben!

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