Wildhüter statt Jäger

Ein kantonsweites Wildtier-Management, ausgeführt durch professionell ausgebildete Wildhüter und Wildhüterinnen, führt im dicht besiedelten Kanton Zürich zu mehr Lebensqualität für Mensch und Tier, da die Tier- und Pflanzenvielfalt auf längere Sicht gefördert wird (Biodiversität) und Naturerlebnisse, wie Wildtierbeobachtungen, vermehrt ermöglicht werden.

 



Trieb lass nach

Medienbeitrag / Tagesanzeiger / 14.9.2018

Ein Ja zur Jagdinitiative birgt vor allem für Spaziergänger erhebliche Risiken. Wohin sollen die Jägerinnen und Jäger mit ihren Bedürfnissen? 

 

Im Rahmen der Jagdinitiative wird viel diskutiert. Über Flora und Fauna, über Hege und Pflege, über Rotgrün- und Stadtwild, über Jäger und Gejagte, über Blatt- und Fehlschuss. Im Kern geht es um die Frage: Wer ist eigentlich der Hirsch im Wald? Ist es weiterhin der Milizjäger, oder ist es fortan – Professionalisierung! – der diplomierte Wildhüter?


Füchse und Rehe als Volkstherapie

Medienbeitrag / Tagesanzeiger / 12.9.2018

Genf hat, worüber Zürich nun abstimmen wird: Die Jagd ist seit über 40 Jahren verboten. Die Erfahrungen.

 

(...) Die Bilanz ist durchwegs positiv. Die mit dem Verbot verbundenen Probleme hat man im Griff. Bei Konflikten mit Bauern, die einen konsequenten Schutz vor Wildtieren fordern, findet man Lösungen. Die Schäden an der Landwirtschaft und die Kostenfolgen sind gering, Jagdunfälle heute kein Thema mehr. (...)



BERICHT EINES EHEMALIGEN TREIBERS

Leserbrief / 24.8.2018

(...) In jüngeren Jahren stellte ich mich als Treiber zur Verfügung. Heute schäme ich mich darüber, an diesem unfairen Massaker teilgenommen zu haben und nachdem ich zusehen musste, was hinter den heuchlerischen Worten «Hegen und Pflegen» steckt. Heisst das «Hegen und Pflegen», wenn

 

a) kurz nach dem Aser junge Jäger und eine Jägerin auf die Idee kommen, (...)


Der Luchs ist den Jägern ein Dorn im Auge

Medienbeitrag / SRF News / 23.8.2018



«Die Stadt Zürich macht es vor: das Stadtgebiet inklusive den Wäldern, sind heute schon Wildschongebiete und werden von Wildhütern betreut. Studien und Erfahrungen belegen, dass sich der Wildtierbestand ohne Bejagung weitgehend selbst reguliert. Durch die Bejagung der Wildtiere steigt deren Geburtenrate, da sich diese durch den Jagddruck und die Dezimierung ihrer Art schneller reproduzieren. Dies führt zwangsläufig zu einer unerwünschten künstlichen Vermehrung, welche von der Jägerschaft wiederum als Legitimation für eine Regulierung durch die Jagd aufgeführt wird. Darum brauchen Tiere Wildhüter und keine Jäger.»

 

Luca Maggi, Gemeinderat Grüne Stadt Zürich



«Die Schweizer Verfassung schützt die Würde des Tieres. Die als Freizeitvergnügen betriebene Jagd ist damit nicht vereinbar.»

 

lic. iur. Vanessa Gerritsen, stv. Geschäftsleiterin Tier im Recht (TIR)



«Der Tierschutz kommt auf der Jagd zu kurz. Dies zeigt auch die laufende Jagdgesetzrevision – die Jagdlobby ist viel zu mächtig und macht kaum Zugeständnisse für eine tiergerechtere Jagd. Wollen wir Verbesserungen für unsere Wildtiere erreichen, hilft nur eines: Gehen Sie an die Urne und sagen Sie JA zur Initiative.»

 

Beat Hauenstein, Dipl. Natw. ETH, wiss. Mitarbeiter Zürcher Tierschutz



«Die Gesellschaft und die Natur können durch ein modernes Wildtier-Management und das Zulassen der Selbstregulierung des Wildtierbestandes, wie es die Tierpartei Schweiz in ihrer Initiative verlangt, nur gewinnen. Die verminderte Scheu macht die Tiere erlebbar!»

 

Professor Dr. Josef H. Reichholf Ökologe, Evolutionsbiologe und Zoologe



  • die Tollwut 1998 durch Impfköder und nicht durch die Jagd ausgerottet wurde?
  • das Jagdgesetz über dem schweizerischen Tierschutzgesetz steht?
  • die Wälder der Stadt Zürich seit 1929 Wildschongebiete sind und von 4 Berufswildhütern betreut werden?
  • der Kanton Genf seit 1974 jagdfrei ist und sich das erfolgreiche Jagdverbot bis heute bewährt hat?
  • das Luxemburgische Umweltministerium im Jahr 2015 die Fuchsjagd verboten hat, weil man keinen vernünftigen Grund für die Tötung mehrerer tausend Füchse im Jahr sah?
  • die Zürcher Jäger jährlich Wildfleisch im Wert von ca. 1,5 Millionen Franken dem Wald entnehmen?
  • die Jagd im Kanton Zürich ein jährliches Defizit in Millionenhöhe macht?
  • im Kanton Zürich geschützte Tiere, wie Kormoran, Gems und Rothirsch, trotzdem geschossen werden?
  • «…Auch die JagdSchweiz weiss, dass sich Wildtierbestände grundsätzlich – auch in unserer Kulturlandschaft – von selber regulieren würden.»? Zitat Vorstand JagdSchweiz, 29.8.2011 
  • trotz der intensiven Bejagung der Wildverbiss im Kanton Zürich sich in der höchsten Stufe befindet?
  • der italienische Zoologe Prof. Carlo Consiglio bereits im Jahr 2001 in seiner viel beachteten wissenschaftlichen Publikation «Vom Widersinn der Jagd» auf 300 Seiten mit vielen Tabellen, Schaubildern und Erklärungen nachgewiesen hatte, dass es nicht die geringste wissenschaftliche Rechtfertigung für die Jagd gibt? (Carlo Consiglio: Vom Widersinn der Jagd)

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