DAS REH – DER WALDARCHITEKT

  • Das Aufscharren des Waldbodens durch die Rehböcke ermöglicht den Pflanzensamen den notwendigen Wuchsplatz.
  • Das ausgefallene Winterfell nutzen viele Vogelarten für den Nestbau.
  • Abgeworfene Geweihstangen sind durch ihren hohen Kalzium- und Phosphorgehalt vor allem bei zahlreichen Nagetieren beliebt.
  • Die Kadaver von verendetem Wild dienen vielen Tierarten als Nahrung.

Aktuelle Erkenntnisse

  • Rehe verursachen nur geringe Schäden, dies bestätig sogar Jagd Zürich auf ihrer Webseite.
  • Im jagdfreien Kanton Genf mussten in den letzten 10 Jahren lediglich 43 Rehe durch sanitarische Abschüsse reguliert werden.
  • Im Kanton Zürich hingegen wurden in den letzten 10 Jahren 47'348 Rehe grundlos geschossen.


DEr Fuchs – EIN FREUND UND HELFER

  • Ein Fuchs verzehrt pro Jahr ca. 2'500 Mäuse.
  • Die im 2016 getöteten 2'395 Füchse hätten in unserem Kanton 5'987'500 Mäuse verzehrt.
  • Mäuse sind Zwischenwirte von Zecken.
  • Es müsste weniger Gift zur Mäusebekämpfung eingesetzt werden.

Aktuelle Erkenntnisse

  • In Luxemburg ist die Fuchsjagd seit 2015 verboten. Trotzdem gibt es weder mehr Füchse und Krankheiten oder weniger Rebhühner oder Hasen.
  • Die Schweiz ist tollwutfrei dank Impfköder. Die Jagd konnte die Tollwut nicht ausrotten.
  • Bei 8'000'000 Einwohner stecken sich jährlich lediglich 10 bis 20 Personen mit dem Fuchsbandwurm an, wegen fehlender Hygiene (Hände waschen).
  • Die Fuchsräude, die oft als Rechtfertigung für den Abschuss dient, ist selten und kann über dies behandelt werden.


Das Wildschwein – DER GÄRTNER VOM WALD

  • Wildschweine verzehren grosse Mengen an Insektenlarven und Mäusen.
  • Bodendurchlüftung, Wasserhaushalt und Humusdurchmischung werden durch die Wühlaktivität verbessert.
  • Die natürliche Verjüngung im Wald wird durch die Wildschweine gefördert, indem verjüngungsfeindlicher Bodenbewuchs wie Adlerfarn oder Gras entfernt wird.
  • In Feuchtgebieten werden durch das Freilegen von Rohboden neue Wuchsplätze für Orchideen und Sonnentau geschaffen.
  • Wildschweine tragen auch zur Verbreitung von Samen und Pilzsporen bei, beispielsweise die des Trüffels.

Aktuelle Erkenntnisse

  • Die natürliche Regulierung bei der Wildschweinpopulation besteht nebst den Fressfeinden auch aus kalten Wintern und heissen Sommern, da ist die natürliche Mortalität am grössten.
  • Die Besiedlung der Wildschweine in der Schweiz ist noch längst nicht abgeschlossen, das BAFU begrüsst es, wenn sich das Wildschwein noch weiter verbreitet.
    (Quelle: Wildschwein-Management in der Schweiz – Wie weiter? März 2017).