Bericht eines ehemaligen Treibers

24. August 2018

 


Ihr Engagement i.S. «Wildhüter statt Jäger» freut mich sehr. Für mich ist aus Erfahrung klar, wie abgestimmt werden soll.

Das Argument mit dem lieben Geld, dürfte aber bei vielen Wählern ein starkes Argument gegen die Initiative sein.  

Ich bitte Sie sehr, meinen Namen im Zusammenhang mit meinen Erfahrungen aus familiären Gründen nirgends zu verwenden.  

 

In jüngeren Jahren stellte ich mich als Treiber zur Verfügung. Heute schäme ich mich darüber, an diesem unfairen Massaker teilgenommen zu haben und nachdem ich zusehen musste, was hinter den heuchlerischen Worten «Hegen und Pflegen» steckt.  Heisst das «Hegen und Pflegen», wenn  

 

a) kurz nach dem Aser junge Jäger und eine Jägerin auf die Idee kommen, man könnte nun bei einbrechender Dunkelheit noch einige Wildenten beim Einfallen in den Teich abschiessen. Einfach so zur Lust. Für wen und was?  

 

b) einem Dachs einige Schüsse in den Kopf abgefeuert werden, weil das arme Tier nicht sterben will. Wieso musste der Dach überhaupt sterben?   

c) am Abend in der Strecke 2 Feldhasen (nebst einer Katze) liegen, nur weil der Jagdleiter nicht die nötige Selbstdisziplin aufbrachte und das Abschiessen der seltenen Hasen verboten hätte?  

 

d) im Winter Rehe scheinheilig gefüttert werden, damit sie beim Abschuss mehr Fleisch auf den Rippen haben werden. Wieso lässt man nicht einfach das Gesetz der Natur gelten? Werden Hasen, Dachse, Füchse auch so edel gefüttert? Nein, zu wenig gutes Fleisch.

 

Offizielle Wildhüter hätten wohl kaum Zeit für solche Machenschaften. Würde man nebst den Wildhütern noch etliche Luchse frei setzen, würde sich die Natur wieder selbst regulieren. Es bräuchte keine Herrenjäger zur «Hege und Pflege».

 

Ich musste selbst miterleben, wie die Jagd familienzerstörend sein kann. Wenn der Feierabend ausschliesslich dem Jägertum gehört und nicht wenigstens zeitweise der Familie, sind die Folgen absehbar. Väter, die dies rechtzeitig eingesehen hatten, wurden als Kinderpapis belächelt. 



Ein Ja zur Initiative Wildhüter statt Jäger...

18. August 2018, Monika P. aus Elgg ZH

 


...ist ein Nein für das geplante Wildschweingatter oder Schwarzwildgatter in Elgg.

 

Im November 2017 hat die Gemeinde die Weiterverfolgung des geplanten Wildschweingatters aufs Eis gelegt. Vor ihrem Entscheid möchten die Gemeindebehörden die Abstimmungsergebnisse der nun vorliegenden Initiative und die Revision des Jagdgesetzes abwarten. Ein Ja zur Initiative ist ein ja für Tier und Natur. Es ist bekannt, dass immer mehr Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht sind oder bereits mit vielen Geldern wieder angesiedelt werden. Trotzdem wird der Lebensraum enger und verschwindet unter Beton. Aus meiner Sicht ist es doch reine Augenwischerei der Jagdfraktion, wenn Sie behaupten sich für Tier und Natur zu engagieren. Sie sind meiner Meinung nach doch vor allem an der Ausübung ihres Hobbys interessiert, dass aber vielen Tieren Leid zufügt.  

Die Interessenvertreter des Wildschweingatters haben auf die Weiterverfolgung und Realisierung gepocht, da es ein nationales Projekt ist und nicht nur für den Kanton Zürich von Bedeutung sei. Was das dann wirklich für Elgg heisst sei dahingestellt.

 

Mehr Verkehr und eine Mehrbelastung in unserem Landstädtchen, wenn all diese Jäger aus der ganzen Schweiz und angrenzendem Ausland plus ihre Hunde zu diesen armen Wildschweinen bringen. Diese Begegnungen sind  tierquälerisch «Stress pur für Sau und Hunde» Tierquälerisch wie die Jagd.

 

Soll mir doch mal jemand erklären, was bei einer Treibjagd oder Fuchsbaujagd tiergerecht sein soll? Es ist ein grosser Stress für die Wildtiere und endet mit einem qualvollen Sterben. Wollen Sie das weiter fördern?